AstroPolarity ist eine Lehre, die keine Lehre ist!

Polarität ist ein universelles Lebensgesetz. Sie ist das Antlitz der Einheit. Die Einheit bedarf vielfältigster polarer Erscheinungsformen um für den Menschen sichtbar zu werden: Tag & Nacht, Mann & Frau, Himmel & Erde, Gott & Mensch.

Die astrologische Kunst ist es, den Menschen hinter seiner polaren Vielfalt zu erkennen, zugleich ihn für einen Augenblick in seiner Einheit zu erspüren. Das Wesen und Ziel der AstroPolarity-Lehre ist nicht, die Welt für Wissbegierige zu erklären, sondern der Komplexität des menschlichen Erlebens die “Weisheit der Einfachheit” zur Seite zu stellen.

Das Herz der AstroPolarity-Lehre beginnt immer dann kraftvoll in Stille zu schlagen , wenn der fassbare Augenblick jenseits der üblichen astrologischen Reaktionen unverhandelbare Wahrhaftigkeit einfordert. Wir bewegen uns dabei jenseits jeglicher Technik, wie ein Segel das den Wind empfängt, authentisch getragen im Augenblick und jeder Anforderung in Leichte entsprechend auf frischen Pfaden dort, wo jegliche Spielart herkömmlicher Astrologie in selbstbeschränkenden Regelwerken überladen versagt.

AstroPolarity ist veritable Astrologie in einzigartiger Gestalt.

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Der Anschein einer komplexen Welt sollte durch den astrologischen  Blick auf sie enttarnt werden als die menschliche Fiktion, aus der das Leid entsteht. Die Welt und wir in ihr sind im Kern einfach - wie alles, was wesentlich ist. Das Einfache bedarf weder vieler Worte, noch - um  es astrologisch sichtbar zu machen - komplexer Methoden. Die AstroPolarity-Lehre trägt dem in Freude Rechnung.

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Um es gleich vorweg zu nehmen: es geht um Ruhe, Kraft und Vertrauen. AstroPolarity ist ganz einfach ... und: AstroPolarity erschließt sich vor allem im praktischen Tun, in der authentischen Anwendung im Leben - denn nur im Leben selbst entscheidet sich, was von Wert ist.

Wenn man Astrologie im Sinne der AstroPolarity-Lehre betreibt, darf man sich nicht von allgemeinen Lehrmeinungen oder von eigenen Absichten, dieses oder jenes bewirken zu wollen, einfangen lassen. Man muss lernen, eigene und fremde Lebensvorgänge selbstdenkend, absichtslos und furchtlos zu durchschauen, damit man nicht in der Herde - auch nicht in der Herde der Astrologen selbst - eingebunden ist. Denn erst dann, wenn man nicht mehr den Zwecken der Herde verfangen ist, wenn man also in gewisser guter Weise „außerhalb“ steht, erst dann hat man das wirkliche Vertrauen der Menschen - vor allem derjenigen Menschen, die in wirklicher, existentieller Not sind.

Es heißt: Wer nichts bewegt, bewegt am meisten. Der Ort der Ursachen, das “ferne Reich der Herkunft”, liegt immer im Verborgenen. Er öffnet sich “zur rechten Zeit” nur jenem, der absichtslos und furchtlos schaut und wahrnimmt, was ist. Dagegen ist das Phänomen der Wirkung offensichtlich, sie ist “die Nachricht des Boten aus dem fernen Reich”.

Beide, der Heilige und der Priester, die Ursache und die Wirkung, der Inhalt und die Form, das Problem und die Lösung ... all diese Polaritäten sind archetypisch in jedem Menschen verankert. Die „Heiligen Orte im fernen Reich der Herkunft” sind heute verwaist, doch im Menschenherz sind sie - wie die Liebe - nicht zu tilgen. Wir können Sie finden. AstroPolarity bietet eine Möglichkeit dazu.

Es ist Aufgabe und wahrscheinlich eigentliche Kunst ausgebildeter AstroPolarity-Berater, diese verwaisten Stellen erfahrbar und die Bilder der augenblicklichen Wahrheit gegenwärtig zu machen und sich frei von den Absichten der Herde und des eigenen Stolzes an den Orten der Wahrheit vom Wind des Schicksals bewegen zu lassen - gleichsam einem Floss mit aufgespanntem Segel ... ruhig wartend, ruhig hörend ...

Ziel auch der AstroPolarity-Lehre ist nicht, die Welt für Wissbegierige zu erklären - insofern hüte man sich vor “allzu großer Klugheit” (Zitat aus “Siddhartha”, Hermann Hesse). Das Ziel ist, in einer tiefen Form - also jenseits des Intellekts - umfassend zu verstehen was ist - zu verstehen im Sinne einer Gewissheit, die nur aus der Weisheit des Einfachen entstehen kann. Denn: Die wesentlichen Dinge des Lebens sind immer einfacher Natur. Ziel ist das, was wir das “Tiefe Schauen” nennen. Aus dieser Haltung heraus sollte jeder, der die AstroPolarity-Lehre ernsthaft studiert oder studieren möchte, folgendes wissen:

Manche, die die AstroPolarity-Lehre kennen lernen möchten, empfinden zunächst vieles darin und daran als sehr komplex - und meinen, dies sei doch ein Widerspruch zu einer der wesentlichsten Kernaussagen der Lehre: Einfachheit!

Nun, im Leben selbst ist es nicht anders! Um zum Beispiel die Einfachheit eines Dinges erkennen zu können, die in aller Tiefe und mit allen Nuancen das Menschliche und das Leben selbst widerspiegelt, muss man sich durch die Komplexität dieses Dinges beziehungsweise des Menschlichen und des Lebens selbst hindurch bewegt haben. Dann, erst dann am Ende des Weges kann man erkennen, dass die wesentlichen Dinge wahrlich einfacher Natur sind und sagt: “Ach so, ja ... natürlich, jetzt ... verstehe ich”.

Denn: Vor dem Erkennen der Einfachheit der Dinge, welches immer nur in der menschlichen Tiefenschicht - also jenseits des rationalen Verstandes gelingt, liegt das komplexe Dorngebüsch sowohl des Nicht-Wissens als auch des Wissen -Wollens. In diesem Dorngebüsch hängend glauben wir zunächst immer, dass die Dinge kompliziert und scheinbar undurchdringbar seien. Doch je mehr man sich aus dem Dorngebüsch von der Oberfläche hinunter in die Tiefe tragen lässt, umso mehr wird uns klar, dass das, was einst so unverständlich erschien, in Wirklichkeit von großer Einfachheit und Schönheit ist.

Eine wesentliche Einsicht derer, die AstroPolarity in dieser Weise erfahren ist zudem: Entscheidend ist nicht wie viel man weiß, sondern was man weiß! Die AstroPolarity-Lehre basiert -ausnahmslos im Unterschied zu allen anderen, herkömmlichen Formen der Astrologie- einzig auf universellen, nicht vom Menschen entworfenen und damit fundamentalen Lebensgesetzen, welche - in ihrer beruhigenden, tiefen Einfachheit erhalten bleibend - konsequent in der Lehre und damit Ausbildung Anwendung und Würdigung finden.

Daher ist das APL-Studium weit mehr als rein verstandesmäßige Aufnahme von Informationen. Es werden Konflikte der Gewissensinstanzen entstehen beziehungsweise sichtbar, das Gefühl einer unleugbar authentischen Verantwortung für das eigene Handeln und dessen Ausmaß wächst. Erlebnishorizonte werden in der Tiefe freigelegt, die ohne das erworbene und erfahrene Wissen verborgen geblieben wären.

Anstelle eines sofortigen schmerz- und problemfreieren Daseins steht zu Beginn zunächst ein tief gehender Erkenntnisprozess in Kopf und Herz, der in annähernder Richtigkeit wie folgt beschrieben werden kann:

Alle Einzelteile des Lebens stehen in einer bestimmten Ordnung und bedingen sich. Sie hängen in Inhalt und Form, in Ursache und Wirkung, in Problem und Lösung wechselseitig in ganz bestimmter und niemals zufälliger Weise untrennbar zusammen. Das Problem war: Ich konnte die wahren Zusammenhänge der Dinge nicht erkennen. Die Lösung ist: Ich lerne mehr und mehr, die wahren und tiefen Zusammenhänge zu sehen, reduziere mich dazu auf das wirklich Wesentliche um frei von Ballast anerkennen zu können, was in Wirklichkeit ist. So werden lebbare Lösungen für mich sichtbar.

Das tiefe Erleben neu geordneter Zusammenhänge führt unweigerlich und rasch zu einer bestimmenden Wesens- und Lebensveränderung und ist in der Regel eine eindrucksvolle lebenshistorische Erfahrung. Der Lebensfluss ändert seine Richtung. Lebenszusammenhänge werden zunehmend als archaische Bilderketten erlebt und immer weniger auf dem logisch, wissenschaftlich aufgeklärten und verstandgesteuerten Denkhintergrund der Neuzeit gesehen. Die Dinge werden greifbarer und authentischer, der Bezug zum Leben gelingt mehr und mehr über bildhaftes Empfinden, über die Intuition des Herzens. Wo man zuvor wenig sah, schaut das nun geschlossene Auge weiter in die Landschaften der Seele, als es Gedanken je vermochten. Das Dorngebüsch ist verschwunden.

Diese eingepflanzte und während der Ausbildung stetig im Innen heranwachsende geänderte Haltung, lässt uns die Dinge zunächst anerkennen, wie sie sind. Und man erkennt: Wahre, langfristig lebbare Lösungen erschließen sich nicht über eine von unseren Absichten getragene “Interpretation” des Geburtsbildes (wie es in der herkömmlichen Astrologie im Sinne der nur Beschreibung vordergründig sichtbarer einzelner Konstellationen leider Usus ist), sondern allein über das Deuten der nur hintergründig sichtbaren inneren Ordnung des Geburtsbildes. Nicht wir “besprechen” das Geburtsbild, sondern das Geburtsbild – als die Karte des Lebens - spricht zu uns! Wenn wir diesen Unterschied spirituell beschreiben wollten, wäre dies vergleichbar mit: “Beten meint: Wir sprechen zu Gott. Meditation meint: Gott spricht zu uns!”. Auf diesem Wege können wir das verborgene innere Gleichgewicht (=Ordnung), das sich uns in seiner Einfachheit in jedem Geburtsbild jenseits der Dorngebüsche in der Tiefe offenbart, wieder direkt in unser Leben zurück übertragen.

So ermöglicht die AstroPolarity-Lehre im Laufe der Zeit genauere, intensivere, tiefergehende und damit veritablere Einsichten in die komplexen Strukturen des Lebens, als es andere Schulrichtungen der Astrologie vermögen. Und zugleich wird die Komplexität des Lebens ersetzt durch die beruhigende Gewissheit, dass das Leben zu jeder Zeit durch das “Tiefe Schauen” entwirrbar und sinnoffenbarend wird. Der Lern- und Erfahrungsprozess ist im Unterschied zu herkömmlicher Astrologie daher zunächst auch mit erheblich größeren geistigen und emotionalen Anstrengungen verbunden. Aber auch der Lohn ist letztlich erheblich größer, denn die Antworten auf unsere Fragen, - die Lösungswege - werden klar und deutlich sichtbar. Die Anwendung der AstroPolarity-Lehre gelingt bald ohne unser Zutun in ruhigerer, leichter, innerer Gelassenheit. Man beginnt mit zu schwingen und bald erkennt man: Die wesentlichen Dinge des Lebens sind immer einfacher Natur. Auch in der Astrologie!

Die APL steht - wenn man sie jenseits der Astrologie in eine philosophische Linie einordnen möchte - klar in der Tradition der “Dekonstruktion” bzw. repräsentiert diese tiefgehend in Form ihrer astrologischen Lehre. Der Dekonstruktivismus geht zurück auf Heidegger und Derrida (siehe dort ...) und wendet sich ab von einem mechanistischen, hierarchischen und methodisch geprägten intellektuellen Weltbild.

Dadurch wird - im philosophischen Sinne - eine tatsächlich ontologisch/metaphysische Sicht auf die Dinge des Lebens ermöglicht. Die APL “dekonstruiert” durch ihre Ursprünglichkeit und ihre Reduzierung auf das wirklich Wesentliche die herkömmlichen, tradierten Arbeitsweisen der Astrologie bzw. lässt diese vergleichsweise lebensfern, starr, oberflächlich und “ausgedacht” erscheinen. Vor allem daher ist sie mit dem in der klassischen wie auch psychologischen Astrologie heiligen aber wirklichkeitsfremden Postulat des “methodischen Vorgehens” unvereinbar.

In diesem Sinne ist die APL - wie an anderen Stellen oft beschrieben - eine Nicht-Methode, eine Nicht-Lehre, wodurch sie im Vergleich zu allen anderen Formen der herkömmlichen Astrologie gerade ihre unvergleichliche Lebens- und Wirklichkeitsnähe in ihren Aussagen erreicht. / Anmerkung: Innerhalb des Buddhismus ist der Zen-Buddhismus eine stark dekonstruierende Weltsicht und Lebensanleitung. Die ZEN-Astrologie ist die kristalline Essenz der AstroPolarity-Lehre.

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Die AstroPolarity-Lehre basiert auf 9 existentiellen Kernprinzipien. Diese sind zu verstehen als die Grundpfeiler dieser Lehre und haben sich als Quintessenz aus vier Jahrzehnten astrologischer Forschung, Lehr- und Beratertätigkeit in der praktischen Arbeit von Peter-Johannes Hensel ergeben.

Die APL-Kernprinzipien bieten der Astrologie in Bezug auf Aussagetiefe und Aussagepräzision, sowie im Bereich astropsychologischer Beratungsmethodik eine vollkommen neue Dimension an Möglichkeiten:

  1. Kreative Reduktion (Erkennen des Wesentlichen)
  2. Schnelle und sichere Kernthema-Fokussierung (Worum geht es wirklich)
  3. Konstellationsbasierte Sicht (inhaltliche Wirklichkeit vor formeller Fiktion)
  4. Synergetisch-akausales Deutungssystem (Ursache-Wirkung-Kontext)
  5. Pyramiden-Rhythmik (Bestimmung und Korrelationen von Zeitqualitäten)
  6. Diagnostisch-therapeutische Astromedizin (Angewandte Phänomenologie)
  7. Direkte Korrelation (1:1) zwischen dem Deutungs-und dem Beratungsprozeß
  8. Striktes, bewusstes “Unvorbereitet-sein” auf den Klienten (Leere im Zuhören)
  9. Handlungsfreiheit und Weiterentwicklung durch Annehmen des Determinierten


Die APL-Kernprinzipien sind in tausenden von Beratungen innerhalb aller Lebensbereiche erprobt und bestätigt, sie kommen in ihrer Anwendung immer wieder den Klienten zugute. Für die Seminarteilnehmer erschließen sich die APL-Kernprinzipien während der Ausbildung in aller Tiefe.

Zur Unterscheidung der AstroPolarity-Lehre gegenüber anderen Formen der Astrologie lesen sie gegebenenfalls bitte hier ...